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Der lästige Fahrgast des ÖPNV

oder die persönliche Einstellung zum Beruf

 In der Zukunftskonferenz 2012 in Ludwigsburg bin ich in die Arbeitsgruppe „ÖPNV“ gegangen, um den Senioren eine Plattform zu bieten. Es war dringend notwendig, über die Nöte und Probleme bei der Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs zu sprechen.              

Im Vorfeld eines Gespräches mit der Stadt Ludwigsburg, Vertretern der ortsansässigen Busgesellschaft und Vertretern der Fahrgäste, die den Nahverkehr betreibt, wurden durch eine Gruppe engagierter Bürger, innerhalb eines Monats, 250 Testfahrten durchgeführt.

Die am häufigsten genannten Beanstandungen waren:

  1. Das zu frühe Abfahren von der Haltestelle
  2. Das nicht absenken von „Knieling“
  3. Das selbständige ausfahren von der Rampe bei Rollstuhlfahrern
  4. Eine „scharfe“ Fahrweise, bei der sich Fahrgäste verletzen können
  5. Unfreundliche Anrede/Behandlung von Fahrgästen

 

 

In mehreren Gesprächen zwischen den Parteien wurden diese Probleme ausgiebig diskutiert und mit der Zusage des Busunternehmens, die Fahrer entsprechend zu schulen, vorerst abgeschlossen.

Nur ein halbes Jahr später lassen einige der Busfahrer ihre Fahrgäste wieder ihren Unmut spüren. Nach Meinung der Interessengruppe, der ich weiterhin angehöre,  ist das Problem nicht eine Sache von Schulung sondern die der persönlichen Einstellung des Fahrers zu seinem Beruf und den Fahrgästen.  Der Busfahrer muss vor allen Dingen begreifen, dass es seine Aufgabe ist, Fahrgäste zu transportieren, die mit Lösen eines Fahrscheins für eine Dienstleistung zahlen.  Diese Dienstleistung muss der Fahrer im Auftrag seines Arbeitgebers erbringen.  Der  Fahrgast, der den Fahrpreis zu entrichten hat, kann nur durch pünktlichen, freundlichen und guten Service überzeugt werden, statt des eigenen PKWs das in der Umweltbilanz günstigere Verkehrsmittel, den Bus, zu nutzen.

Der Kreisverband Graue Panther, Ludwigsburg, fordert parteiübergreifend alle auf,  an einem sich verbessernden ÖPNV in Ludwigsburg und im Land Baden-Württemberg mitzuarbeiten.

 

Thomas Bartl